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Aufgrund der schlechten Wetterlage wird das 9. Kirschenhainfest auf der Donauinsel abgesagt!!!
Tagebuch
von Kirschen
Kirschenhain
Der Kirschenhain wurde im Frühling 2002 von der japanischen
Künstlergruppe "to the woods" in Zusammenarbeit
mit der Magistratsabteilung 49 der Stadt Wien gestaltet.
Die Kirschbäume sind ein Teil der 1000 japanischen
Kirschbäume, die der Stadt Wien, anlässlich des
1000-Jahr Jubiläums von Österreich, als Geschenk
übergeben wurden. Sie tragen jedes Jahr von Mitte bis
Ende April karmesinrote Blüten. Dieser Kustraum ist
eine Neuinterpretation des traditionellen Japanischen Gartens.
Dokument 2007

04.2007
Der Frühling ist da
Dokument 2006

04.2006
Der Frühling ist da

08.03.2006
Kirschenhain im schnee
Dokument 2005

2005
Der Frühling ist da

02.2005
Kirschenhain im schnee
Dokument 2004
25.09.2004
21区の高齢者の会、
桜の森にて、ピクニック
Entwurzelt und verwurzelt
Information
Die Kirsche (sakura) aus botanischer
Sicht
Bei der Kirsche (sakura) handelt es sich um Laubhölzer,
die zur Familie der Rosengewächse, Gattung Prunus
gehören. Zur großen Gattung Prunus zählen
außer Kirsche u.a. auch noch Japanische Pflaume
(ume), Pfirsich (momo), Aprikose (anzu) oder Europäische
Pflaume (sumomo).
Die Kirsche ist vorwiegend in der gemäßigten
Zone der Nordhalbkugel beheimatet. Von den wildwachsenden
Arten sind in Japan neun zu finden (siehe unten), im benachbarten
China wurden rund 30 wildwachsende Arten gezählt,
die hauptsächlich in den Provinzen Sechuan und Yunnan
anzutreffen sind. Daneben wächst die Kirsche auch
in Indien, Thailand und Nepal wild.
In Japan, das eine Kultur der besonderen Wertschätzung
der Kirschblüte entwickelt hat, wurden jedoch auch
sogenannte Ziersorten kreiert. Derzeit gibt es weltweit
- wildwachsende Arten und deren Abarten sowie Ziersorten
zusammengenommen - rund 400 Kirscharten.
So groß wie die Vielzahl der Kirscharten sind auch
die Unterschiede in ihrem Aussehen. Die Baumhöhe
reicht von Arten mit über 20 Metern bis zu Arten,
die zwei bis drei Meter hoch werden. Nach der Gestalt
kann man Arten unterscheiden, deren Zweige nach oben wachsen
und Arten, deren Zweige herabhängen. Die Blüte
weist üblicherweise fünf Blütenblätter
auf, es gibt jedoch auch Arten mit achtfachen Blüten
(yaezaki) oder mit mehr als 300 Blütenblättern
(kikuzaki). Die Farbe der Blüten ist meist weiß
bis zartrosa, daneben gibt es aber auch Arten mit karmesinroten
oder gelbgrünen Blüten.
Japanische Botanische Gesellschaft
KOYAMA Toru
Hanami
Seit Jahrhunderten haben japanische Dichter und Poeten die
Schönheit der Kirschblüte besungen, jener Kirschblüte,
die zum nationalen Symbol Japans geworden ist. Scharenweise
versammeln sich jedes Jahr Japaner unter den Kirschblüten,
die sie an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens erinnern.
Vielleicht geht es gerade deshalb beim hanami, der Kirschblütenschau,
so weltlich zu es wird gegessen und getrunken, gesungen
und getanzt und gemeinsam der Augenblick genossen, der schon
bald wieder Vergangenheit sein wird. Manch einer denkt dann
vielleicht an das Haiku des Dichters Issa, der da einst schrieb:
"Welch seltsam Gefühl,
hier so am Leben zu sein,
unter den Blüten" .
Roland Domenig
Wiesenteich
Der Wiesenteich wurde 1994 von der MA 45-Wasserbau
gebaut und stellt ein wichtiges Trittsteinbiotop für
wandernde Amphibienarten dar. Dieses Kleinstgewässer
ist Teil eines Biotopverbundsystems, das die gesamte Donauinsel
durchzieht und Feuchtbiotope durch Wald- und Feldraine, ungemähte
Wiesenstreifen, Hecken und Wildäcker verbindet. In dem
kleinen Teich wurden bereits acht Amphibienarten registriert,
die hier regelmäßig ablaichen und ihre Juvenilentwicklung
durchmachen. Unter anderem gibt es hier den Laubfrosch, den
Wasserfrosch, die Knoblauchkröte, den Teich- und den
Donaukammolch. AlleAmphibienarten sind, vor allem durch Lebensraumverlust,
vom Aussterben bedroht und stehen unter Naturschutz.
Dr. Ulrike Goldschmid
Donauinsel
Die Donauinsel wurde als Hochwasserschutzprojekt in den
Jahren 1975 bis 1988 errichtet. Auf einer Länge von
21 km wurde damit ein neues Erholungs- und Ausflugsgebiet
geschaffen.
Durch die ausgezeichnete Erreichbarkeit der Donauinsel mit
öffentlichen Verkehrsmitteln (U-Bahn) und das attraktive
Freizeitangebot ist die Donauinsel das beliebteste Ausflugsgebiet
der Stadt geworden. Da auf der Donauinsel das Autofahren
verboten ist, bieten sich die gut ausgebauten Wege das ganze
Jahr besonders für Radfahrer und Inlineskater an. Der
gesamte Uferbereich zur neuen Donau wir im Sommer intensiv
als Badestrand genutzt. Durch die Konzentration der Gastronomie
und der intensiven Freizeitnutzungen an den Hauptverkehrsachsen
hat sich der mittlere Teil der Donauinsel zu einem urbanen
Freizeitbereich entwickelt. Der Nord- und der Südteil
der Donauinsel wurden dagegen naturnah ausgestaltet. Hier
dominieren Waldflächen, Wiesen, Baumgruppen und Biotope
das Landschaftsbild und ermöglichen eine naturnahe
Erholungsnutzung an den Ufern der Donau und der neuen Donau.
Stadtwald und Nationalpark
MA 49 Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien
Schremser Granit
Dieser feinkörnige Granit wurde durch relativ schnelle
Erkaltung von flüssigem Magma in der Tiefe der Erdkruste
unter dem seinerzeitigen Hochgebirge des Wald- und Mühlviertels
gebildet. Dieses Gebirge war damals mit über 10 000
Metern höher als der Himalaya.
Mit 300 bis 320 Millionen Jahren stammt der Schremser Granit
aus der Steinkohlenzeit. Seither ist das alte Hochgebirge
bis auf einen Rumpf abgetragen; dadurch liegt der Granit
heute an der Erdoberfläche, wo er in Steinbrüchen
gewonnen wird.
Harald Steininger
Sorte Kanzan
Bei der Sorte Kanzan handelt es sich um eine jener Kirscharten,
die an den Ufern des Arakawa-Flusses in Tokyo gepflanzt
wurden. Neben der Bezeichnung Kanzan ist auch noch die Bezeichnung
Sekiyama gebräuchlich. Die Zweige dieser Sorte sind
nach innen gebogen und verleihen dem Baum so eine charakteristische
Form, die an eine Trinkschale erinnert. Da es kaum Sorten
mit nach innen gebogenen Zweigen gibt, sind sie auch nach
Abfall der Blätter leicht zu unterscheiden.
Für das sakurayu genannte Getränk,
das zu feierlichen Anlässen gereicht wird, werden Blüten
der Sorte Kanzan verwendet.
Baumform: trinkschalenförmig
Baumhöhe: hoch
Blütenform: achtfach (yaezaki)
Blütenfarbe: karmesinrot
Anzahl der Blütenblätter: 20 50
Blütezeit: Ende April (in Tokyo)
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